MKSM – „Safe Space“ (Release: 24.04.2026)
Ein fragiler Moment von Glück – mit „Safe Space“ veröffentlicht MKSM seinen vierten deutschsprachigen Song.
Smoothe Vocals, warme analoge Synths und glitzernde Strings: Der Künstler verwandelt die Ambivalenz, die Tiefe und die Kraft eines komplexen Gefühls in einen sommerleichten Pop-Track mit House-Einflüssen.
„Safe Space“ ist nicht nur ein Ort – es kann auch ein Gefühl sein. So schön und so unerwartet wie ein aufreißender Himmel. Ein fragiler Augenblick, in dem man sich nicht erklären muss, keine Angst hat, zu viel oder nicht genug zu sein. Ein Zustand, in dem Ehrlichkeit leicht fällt, Verletzlichkeit erlaubt ist und man sich selbst wählen kann.
Der Song greift einen Begriff auf, der eng mit der queeren Community verbunden ist, und erweitert ihn um eine persönliche Perspektive: Denn selbst in sicheren Räumen bleibt oft Unsicherheit bestehen. „Safe Space“ erzählt von diesen seltenen Momenten, in denen genau das für einen Augenblick verschwindet – und man sich vollständig angenommen fühlt. Thematisch knüpft MKSM damit an seine ersten deutschsprachigen Releases an. Songs wie „Ich frag nicht mehr wann“, „Wie die Sonne“ und „Alle sagen lieb dich selbst“ setzten sich bereits intensiv mit Fragen von Herkunft, Zugehörigkeit und Selbstbild auseinander. „Safe Space“ führt diesen Weg konsequent weiter, richtet den Blick jedoch stärker auf Hoffnung, Verbindung und innere Freiheit.
Kurz nach dem Release beginnt MKSMs Pride Tour 2026. Als einer der meistgebuchten CSD-Acts Deutschlands schafft MKSM mit „Safe Space“ einen Song, der verbindet. Ein Aufblitzen der Utopie von Freiheit und Glück. Und wenn dieser Moment existiert – dann ist das Glück, ist die Freiheit, ist der Aufbruch keine Utopie, sondern vielleicht schon bald ein Lebensgefühl. Vielleicht ja schon diesen Pride-Sommer.
Ich frag nicht mehr wann (Release: 13.02.2026)
Ein Mensch, der einen liebt ohne etwas zu erwarten.
Jemand, der einen bedingungslos akzeptiert.
„Ich frag nicht mehr wann“ erzählt von so einer Person. Eine zerbrechliche Mischung aus Melancholie und Zuversicht, aus Dankbarkeit und Abschiedsschmerz.
MKSMs dritter deutschsprachiger Release ist eine Liebeserklärung an seine russische Oma, die für ihn kaum bedeutender sein könnte und die er vielleicht nie mehr wieder sehen wird. Die politische Situation macht es momentan unmöglich. MKSM ist – so wie er ist, so wie er liebt – in Russland nicht mehr willkommen.
Als Zehnjähriger wandert er mit seinen Eltern nach Deutschland aus. MKSM wächst in einer Zwischenwelt auf. Heimat ist für ihn ein komplizierter Begriff und seine Oma dabei ein wesentliches Puzzleteil. Ein Teil des Mosaiks Heimat, ein Stück Identität, ein bisschen Halt, eine Erinnerung an seine Wurzeln.
Mit der räumlichen Trennung nach dem Umzug wird seine Beziehung zur russischen Oma umso intensiver, umso bedeutender. Ein letzter Anker, eine Konstante, die dem inneren Chaos Stabilität verleiht – und doch fortan in weiter Ferne ist.
Jedes Telefonat mit ihr spendet zwar Kraft, tut aber auch verdammt weh.
In den vergangenen Jahren wurde langsam klar: Das nächste Wiedersehen ist ungewiss, vielleicht wird es auch nie mehr dazu kommen. MKSM positioniert sich öffentlich als LGBTIQ+ Aktivist und als Gegner der russischen Anti-Queer-Politik; eine Einreise nach Russland ist momentan undenkbar.
Zart und schwebend beginnt der erste Verse, im Zentrum die Stimme. Die Hook öffnet dann fast hymnisch: „Ich glaub noch daran und ich sing deine Lieder“
Der Track mündet mit pulsierenden Drums in ein Gefühlsausbruch, der in zwei russischen Zeilen gipfelt.
In „Ich frag nicht mehr wann“ stellt sich MKSM dem Spannungsfeld von innerer Verbundenheit und gleichzeitiger Kritik an seiner russischen Heimat. Das verdeutlichen die russischen Zeilen im Post-Chorus: Sinngemäß „Nimm mich mit“ und „Ich werde dir folgen“. Es ist eine Hommage an Alla Pugacheva, Sängerin dieser Zeilen, die sich mehrfach für LGBTIQ+ und gegen den Krieg ausgesprochen hat. Der Song, aus dem die Zeilen stammen, war der gemeinsame Lieblingssong von MKSM und seiner Oma und der Hit des Jahres – im Jahr von MKSMs Auswanderung. Die beiden Zeilen stehen einerseits für das unverwüstliche Band zwischen zwei Menschen und bebildern gleichzeitig die reale Situation.
Das Nebeneinander von Finsternis und Licht, Tragik und Hoffnung – „Ich frag nicht mehr wann“ schafft genau das und hinterlässt doch ein Fragezeichen.
Wie die Sonne (Release: 14.11.2025)
Was ist Heimat? Eine Adresse? Eine Sprache? Ein Gefühl? Ohnehin schwer zu greifen – noch komplizierter, wenn man taumelnd zwischen zwei Welten aufwächst.
Wie die Sonne im Osten auf, im Westen untergeht – so ist MKSM, Spätaussiedler in zweiter Generation, ein Kind des Ostens, das sich plötzlich im Westen zurecht finden musste: Der Sänger wurde in Russland geboren, zog als kleines Kind in die Ukraine und kam als Zehnjähriger mit seinen Eltern nach Deutschland. Der zweite Track seiner ersten deutschsprachigen EP erzählt diese Geschichte: von der Ausreise, von ersten Gehversuchen, dann Ankommen in Deutschland und schließlich Heimat finden im Dazwischen.
Sphärisch, fast haltlos schwebt der erste Verse dahin und gibt genau diesem Gefühl der Suche einen Klang. Erst in der Trance- und Techno-beeinflussten Hook setzt ein Bass ein, ein Fundament, rasant, fast atemlos. MKSM hat ein Zuhause gefunden, das Herz aber bleibt rastlos. „Wie die Sonne“ ist nach „Alle sagen lieb dich selbst“ wieder ein radikal ehrlicher Song; eine persönliche Geschichte, die vielen eine Stimme geben soll. Auch das drückt der volle, chorische Refrain aus: MKSM will mit seinem Song nicht nur die eigenen Erlebnisse verarbeiten, sondern auch Sichtbarkeit für andere Spätaussiedler*innen schaffen.
Heimat – das ist ein Mosaik aus Erinnerungen, Assoziationen, Musik, aus Träumen und Nostalgie. „Ich dacht, ich sag das nie, doch hier gehör hin. Krieg Platten-Nostalgie – mein Moskau in Berlin“ Vielleicht ist Berlin für den queeren Songwriter genau die richtige Wahl – ein bisschen Moskau, ein bisschen Bundesrepublik und vor allem ganz viel Toleranz und Vielfalt. Denn auch das ist klar: so wie MKSM ist, ist er in Russland nicht mehr erwünscht.
„Sprech‘ russisch mit Akzent, der mich so gut verrät. Doch egal, mit Mama reicht’s für ein Gespräch“ Diese Zeile verdichtet die Sprachenvielfalt in MKSMs Leben. Er lebt mehrere Jahre in London, singt zuerst auf Englisch, spricht mit seinen Freund*innen und seinem Mann deutsch. Seine Muttersprache im buchstäblichen Sinn aber bleibt die Russische, wenn sie auch etwas eingerostet ist.
Zwischen Sprachen, zwischen Welten, zwischen Identitäten – Pulsierend und optimistisch geht MKSM die komplexe Frage nach Heimat an. Wie die Sonne im Osten auf im Westen untergeht, so scheint sie ja letztlich für alle und auf der ganzen Welt.
Alle sagen lieb dich selbst (Release: 26.09.2025)
Ein einfühlsames Bekenntnis über das Ringen mit dem eigenen Körperbild
Der von Drum’n’Bass beeinflusste Pop-Track ist der Opener der ersten deutschsprachigen EP des queeren Wahlberliners mit russisch-ukrainischen Wurzeln
ALLE SAGEN LIEB DICH SELBST ist eine vorsichtige Annäherung an ein zerbrechliches Ich – ein Versuch, innerer Unsicherheit und Selbstzweifeln Raum zu geben, ohne sich von ihnen bestimmen zu lassen.
MKSM rekapituliert in dem Song die Höhen und Tiefen auf seinem Weg mit einer Essstörung – einem Thema, das im Pop kaum hörbar wird. Gerade männlich gelesenen Personen fehlen da oft die Worte. „Zeigt mein Hemd zu viel? Sieht man zu viel von meinem Körper? Habe ich es verdient, dass die eine Person neben mir liegt? Kann ich meinem Spiegelbild glauben? Kann ich ein Kompliment ernst nehmen?“ – zermürbende Fragen als ständige Begleiter.
ALLE SAGEN LIEB DICH SELBST greift den gesellschaftlichen Imperativ zur Selbstliebe auf und gibt zu, wie schwer es ist, diese Liebe zu finden. Vielleicht kann man seine Dämonen nicht besiegen. Aber man kann lernen, mit ihnen zu sprechen.
MKSM LIVE @ ZDF (2024)
Seit 2023 ist MKSM Deutschlands meistgebuchter CSD-Act. DEEZER bezeichnete den Songwriter als einen der interessantesten Newcomer*innen in Deutschland und auch ARD, rbb und hr berichteten über den Sänger. Für viele Medien war sein Pride-Track ‚Loving Myself‘ die ‚CSD Hymne des Jahres 2023‘ – im Mai 2024 performte der Künstler diesen Song live im ZDF.
Nach MKSMs bisher größter Pride-Tour im vergangenen Jahr bereitet er sich auf den Release seiner ersten deutschsprachigen EP vor (VÖ 19.06.2026). Die ersten Tracks sind out – viele der neuen Songs spielte der Artist bereits live bei DLF Kultur, in der Hamburgischen Staatsoper und im Theater des Westens. Seit 2025 ist der Sänger Botschafter der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe.
Im Mai startet MKSMs Pride-Tour 2026, außerdem veröffentlicht er mit Elli Edich einen 4-teiligen Video-Podcast – gefördert durch den Berliner Senat. “Mолодец – Gut Gemacht“ – ein Podcast rund um die Geschichten von Spätaussiedler*innen, die als Kinder nach Deutschland gekommen sind (VÖ: ab 05.04.2026).
Aktuelle Releases: ‚Alle sagen lieb dich selbst’, ‚Wie die Sonne’, ‚Ich frag nicht mehr wann‘ und ‚Handyempfang‘ mit Maurice Conrad








